...Wurzeln(3)...

Plattenproduktion
Im gleichen Jahr erreicht die Gruppe ein Angebot einer kleinen süddeutschen Plattenfirma, eine Langspielplatte aufzunehmen. DMC sagen zu, obwohl die Produktionsbedingungen und die Chance, damit ein größeres Publikum zu erreichen, nicht besonders vielversprechend sind. Die Aufnahmen finden im Mai 1970 und im April 1971 in einem zum Tonstudio umgebauten Kino in Rottenburg statt. Titel der LP wird eine Zeile aus dem amerikanischen Traditional "Greenback Dollar": "Sing What Must Be Sung". Neben diesem Titel versammeln sich auf dem Album Lieder, Songs und Chansons in sechs verschiedenen Sprachen.
Die Langspielplatte wird, nicht unerwartet, ein kommerzieller Flop, da die Produktionsfirma nicht über die erforderlichen Vertriebsmöglichkeiten verfügt.

 Autogrammkarte

Ausklang
1972/73 stehen DMC am Scheideweg: um die Richtung einer künstlerischen Karriere weiter zu verfolgen, wäre es notwendig, noch viel mehr Zeit in die Einstudierung von Liedern zu investieren. Eigenes Songwriting müsste in den Vordergrund rücken. Ein professionelles Management wäre enorm wichtig. Das alles verträgt sich nicht mit dem Amateurstatus, den DMC nach wie vor haben: Studium und Beruf fordern immer mehr Engagement. DMC versuchen zeitweise diesen Spagat. Aber da auch Bewerbungen bei größeren Plattenlabels letzlich erfolglos bleiben, ist die Auflösung der Gruppe absehbar.
In Herford findet im September 1972 noch einmal ein großer Konzertabend statt. Die letzten Auftritte haben DMC im Mai 1973 bei zwei Gottesdiensten in Oldentrup mit einem auf diesen Rahmen ausgerichteten Programm.

 

 

Fotonachweis S.2 "Fernsehen": city-sound sigi a. emmerling, münchen

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